Karpaltunnelsyndrom im Detail

Das Karpaltunnelsyndrom wird von einem zu hohen Druck im Karpaltunnel verursacht. Dieser befindet sich im Bereich des Handgelenks und beherbergt sowohl den Medianus-Nerv als auch verschiedene Sehnen. Die Ursache des Karpaltunnelsyndroms ist in manchen Fällen eine mechanische Veränderung, die ihrerseits durch unterschiedliche Ursachen bedingt sein kann. So können zum Beispiel geschwollene Sehnenscheiden, wie sie bei starker Belastung der Handgelenke oder in der Schwangerschaft oft auftauchen, der Grund für die Verengung des Karpaltunnels sein.
Karpaltunnelsyndrom im Detail

Ursachen des Karpaltunnelsyndroms

Auch Brüche können das Syndrom zur Folge haben, wenn sie mit einer Veränderung der knöchernen Strukturen verbunden sind. Schließlich sind Handgelenksarthrosen weitere mögliche Verursacher der Erkrankung. Meist kommt es allerdings dann zur Entstehung eines Karpaltunnelsyndroms, wenn der Karpaltunnel bereits sehr eng angelegt ist, so bei bestimmten angeborenen Varianten des Handwurzelknochens. Schon leichte zusätzliche Belastungen des Handgelenks, zum Beispiel, wenn dieses stark umgeknickt wird, können dann das Karpaltunnelsyndrom auslösen bzw. verstärken. ” In vielen Fällen lässt sich die Ursache des Karpaltunnelsyndroms nicht eindeutig feststellen”, erklärt Dr. med. Christopher Wachsmuth, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und ausgebildeter Handchirurg in Leipzig.
Symptome des Karpaltunnelsyndroms
Wenn Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger oft einschlafen, kribbeln und schmerzen, sind das typische Anzeichen eines Karpaltunnelsyndroms im Anfangsstadium. Das Kribbeln in den Fingern lässt allerdings häufig innerhalb kurzer Zeit von selbst nach. Die Schmerzen können bis in den Arm ausstrahlen. Häufig treten die Beschwerden in der Nacht auf, da viele Menschen nachts ihre Handgelenke anwinkeln. Auch bei Tätigkeiten wie dem Fahrradfahren oder Telefonieren kann es aufgrund der Handhaltung zu Beschwerden kommen.
Ist das Karpaltunnelsyndrom bereits weiter fortgeschritten, kann es zu permanenten Missempfindungen, bleibenden Schmerzen sowie zu Empfindungen wie bei einem elektrischen Schlag kommen. Diese treten vor allem bei Greifbewegungen auf. In späteren Stadien ist der Nervus medianus stark angegriffen, die Feinmotorik ist stark eingeschränkt, Daumen bis Mittelfinger gefühllos. Der Daumenballen bildet sich zurück, sodass durch den Daumen keine Kraft ausgeübt werden kann, wie es bei Greifbewegungen nötig ist.
Wer sollte sich einer Behandlung des Karpaltunnelsyndroms unterziehen?
Grundsätzlich sollte jeder, der bei sich das Vorliegen eines Karpaltunnelsyndroms vermutet, bei einem Arzt vorsprechen. Schonende Behandlungsmethoden, die nicht unbedingt einen chirurgischen Eingriff einschließen müssen, können insbesondere im Frühstadium der Erkrankung Abhilfe schaffen. Bleibt das Karpaltunnelsyndrom über längere Zeit unbehandelt,
kommt es in der Regel zu einer Verschlechterung der Symptomatik. Eine Behandlung ist bei andauernden bzw. stark ausgeprägten Beschwerden notwendig.
Welche Ärzte führen Behandlungen des Karpaltunnelsyndroms durch?
Für die Behandlung eines Karpaltunnelsyndroms sollten Patienten sich an Ärzte wenden, die über langjährige Erfahrung in der Behandlung dieser Erkrankung verfügen. Besonders Ärzte mit einer Ausbildung und praktischer Erfahrung in der Handchirurgie sind eine gute Anlaufstelle, wenn es um die Behandlung des Karpaltunnelsyndroms geht. So können die Risiken einer Operation minimiert werden, wenn eine chirurgische Behandlung notwendig ist. Wichtig ist auch, dass der behandelnde Arzt über Kenntnisse nicht-chirurgischer Behandlungsmethoden verfügt, sodass eine Operation vermieden bzw. zunächst aufgeschoben werden kann.