Sonnenschutz – physikalische, chemische und kombinierte Sonnenschutzfilter im Einsatz (mit Video)

Sonnenschutzmittel sollen die Haut chemisch, physikalisch oder kombiniert vor Sonnenstrahen schützen, schweißfest und wasserfest sein, gut auf der Haut haften und keine allergischen Reaktionen auslösen. Verschaffen Sie sich hier einen Überblick über die Wirkungsweise der Sonnenschutzmittel!

UV-Strahlen sind hautschädigend. Für Schutz vor Sonnenstrahlen sorgen Sonnenschutzmittel. Doch welches soll man kaufen? Ganze Meter von Drogerie- und Apothekenregalen sind mit Sonnenschutzmitteln gefüllt. Die freie Marktwirtschaft macht’s möglich und überlässt dem Verbraucher wieder einmal die Qual der Wahl.

Sonnenschutzmittel: Chemischer und physikalischer Sonnenschutz

Grundsätzlich lässt sich die Vielzahl der Sonnenschutzmittel in zwei Gruppen teilen: Solche, deren Wirkung auf den chemischen Eigenschaften ihrer Inhaltsstoffe zurück zu führen sind und solche, die den Sonnenschutz aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften verwirklichen.
Daneben gibt es Produkte, die beide Wirkungen, also die chemische und die physikalische, vereinen.
Das folgende Video (Quelle: YouTube) informiert über Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz vor Sonnenbrand:

Chemisch wirkende Sonnenschutzfilter
Chemische Lichtschutzfilter sind lösliche UV-Filter, die in die Haut eindringen. Dort platziert fangen sie die UV-Strahlen der Sonne auf, die sehr energiereich sind, und wandeln sie in Wärmestrahlen um, die – so heißt es – keinen Schaden anrichten können. Die Sonnenschutzwirkung via Eindringen in die Haut wird den chemischen Sonnenschützern oft zum Nachteil: Sie können Allergien auslösen.
Je nach umgewandeltem Wellenbereich unterscheidet man UVA-, UVB- oder Breitbandfilter. Um bei möglichst vielen Strahlungsarten wirkungsvoll zu schützen, wurden auch kombinierte Lichtschutzfilter entwickelt. Der wichtigste Schutz vor Sonnenbrand soll der UVB-Filter sein.
Ein großer Nachteil chemischer Lichtschutzfilter ist ihre Neigung, sich häufig schon nach kurzer Zeit zu zersetzen. Auch die dabei anfallenden Substanzen können Allergien auslösen. Als zuverlässige Filter gelten derzeit:

  • Mexoryl-SX-UVA-Filter, deren Stabilität mehr als eine Stunde anhalten soll.
  • Mexoryl-XL-UVA- und -UVB-Filter, deren Stabilität mehr als drei Stunden betragen soll.

Beide Filter werden gerne kombiniert, so dass der Umfang des Sonnenschutzes verbessert wird.
Außerdem sollen auch sogenannte Benzophenone wie Parsol 1789 gegenüber Licht sehr stabil sein.
Physikalisch wirkende Sonnenschutzfilter
Sonnenschutzfilter, die aufgrund reflektierender, also physikalischer Eigenschaften von nicht löslichen Mineralien wirken, nennt man auch mineralische Filter. Der Vorteil gegenüber chemisch wirkenden Produkten: Sie dringen nicht in die Haut ein – ein guter Grund, sie auf sensibler Haut wie der von Kindern zu verwenden.
Mineralische Filter bleiben auf der Haut, decken diese ab und werfen das Sonnenlicht zurück, genauer gesagt: Sie reflektieren, streuen, absorbieren und brechen es. Die abdeckenden Inhaltsstoffe werden auch Deckpigmente genannt. Geignet sind als solche vor allem:

  • Zinkoxid
  • Titanoxid

Beide Filterstoffe werden gerne als mikrofeine Nanoteilchen eingesetzt, das heißt, die mineralischen Partikel haben einen Durchmesser von weniger als etwa 100 Nanometern, wobei ein Nanometer einem Milliardstel Meter entspricht. Es ist noch nicht klar, ob die kosmetische Verwendung von Mikropartikeln der Gesundheit schadet oder nicht. Zu beiden genannten Stoffen soll es jedoch eine Reihe seriöser Nachweise geben, die belegen, dass ihre Anwendung als sicher einzustufen ist, da sie nicht in die Haut eindringen.
Je nach Anteil der Deckpigmente färbt das mineralische Sonnenschutzmittel die Haut weiß – das wird ihm häufig nachteilig angelastet. Der Weißeffekt ist desto stärker, je höher der Lichtschutzfaktor ist.

Antioxidantien

Neben den oben erwähnten UV-Filtern kommen auch antioxidativ wirkende Inhaltsstoffe zum Einsatz, wenn es um den Schutz der Haut vor schädigendem Sonnenlicht geht. Selbst wenn Inhaltsstoffe wie Vitamin E einen wesentlich geringeren Beitrag zum Lichtschutz leisten.
Fazit: Ja, es gibt eine große Zahl an Sonnenschutzmitteln. Es gibt sie, weil es auch eine breite Palette unterschiedlicher Lichtschutzstoffe gibt. Egal, ob in Ölen, flüssigen und cremeförmigen Emulsionen oder in Gelen, Stiften, Sprays und Schäumen – die meisten Sonnenschutzprodukte sollen sowohl einen wirksamen UV-A- als auch UV-B-Schutz garantieren können. Wer sensible Haut hat, sollte jedoch eher auf mineralischen Schutz zurückgreifen, dessen allergieauslösendes Potential geringer ist.