Schweinefleisch aus Irland: Stopp wegen Krebs erregendem Dioxin

Sie haben vermutlich schon davon gehört: Irisches Schweinefleisch muss komplett vom Markt genommen werden. Vorsichtshalber, weil es Dioxin enthalten könnte, das auf Dauer Krebs in Gang setzen kann.
Schweinefleisch aus Irland: Stopp wegen Krebs erregendem Dioxin

Stopp wegen Krebs erregendem Dioxin

Die irische Behörde für Nahrungsmittelsicherheit (FSAI) hat in Proben erhöhte Dioxinwerte festgestellt und die Spur bis zu einem Futtermittelhersteller zurück verfolgen können: Bei ihm sei Industrieöl in das Schweinefutter gelangt. Das Futter sei an zehn Höfe in Irland und neun weitere in Nordirland geliefert worden.
Irland exportierte im Jahr 2007 rund 129.000 Tonnen Schweinefleisch. Die giftigen Stoffe waren bei routinemässigen Labortests nachgewiesen worden. Dabei waren die Grenzwerte deutlich überschritten worden. Laut FSAI ist das Gesundheitsrisiko für Verbraucher bei den festgestellten Dioxin-Werten allerdings immer noch „äußerst gering“.
Entsprechend beschwichtigend ist auch der Kommentar des deutschen Bundeslandwirtschaftsministeriums:
Schweinefleisch aus Irland solle vorsichtshalber aus deutschen Kühlregalen verschwinden. Eine Gefahr für die gesundheit bestehe jedoch nur, wenn man sehr viel von dem Fleisch isst, heißt es. Ob und wie viel des möglicherweise belasteten Fleisches in Deutschland gelandet ist, sei noch unklar.
Laut Bundesinstitut für Risikobewertung bestehe keine unmittelbare Gefahr. Bei längerer Aufnahme von Schweinefleischprodukten seien Beeinträchtigungen der Gesundheit aber nicht auszuschließen.