Schönheitsideal Früher und Heute

In der Gegenwart sieht das europäische Schönheitsideal vor allem eines vor: eine schlanke und dennoch weibliche Silhouette. Die Frau von heute soll weder besonders dürr, noch besonders üppig sein. Ein flacher Bauch, ein wohlgeformter und nicht zu kleiner Busen, eine halbrunde Hüfte – das ist das Schönheitsideal von heute. Vielen Menschen ist nur dieses eine Ideal der Schönheit bekannt, dabei wurde Schönheit in der Vergangenheit völlig anders definiert als heute und wandelt sich ebenso wie viele andere Bereiche des Lebens auch.
Schönheitsideal Früher und Heute

Schönheitsideal im Mittelalter

Während heute gerne das Solarium besucht und auch mal dicker aufgetragen wird, legten die Menschen in Zeiten des Mittelalters besonderen Wert auf Schmucklosigkeit. Je unauffälliger der Mensch, desto schöner. Dies lag insbesondere in dem christlichen Glauben begründet, der zu jener Zeit noch intensiv gelebt wurde. Dies wurde in der Renaissance bereits anders – die bis dahin hochgeachteten Werte wurden auf den Kopf gestellt. Knabenhaft musste die Figur nicht mehr sein, lediglich Arme und Beine sollten möglichst grazil daher kommen. Bauch, Hüfte und auch der Po durften allerdings etwas ausladender sein – kein Grund also für eine Fettabsaugung.
Entgegen des heutigen Schönhheitsideals, das eine knackige Bräune zeigt, war zu der damaligen Zeit eine sehr blasse Haut ein Zeichen von Anmut und Adel. Tatsächlich hellten sich die Menschen damals mithilfe giftiger Tinkturen auf. Ähnlich wie heute wurde auf Mahnungen, dass die Produkte giftig seine, nicht gehört. Denn auch in der Gegenwart neigen Menschen – vor allem Frauen – dazu, dem Streben nach Schönheit auch nachzugeben, obwohl es möglicherweise ungesund ist.

Schönheitsideal im Barock und in  60er bzw. 70er Jahren

Zu Zeiten des Barocks waren vor allem mollige Frauen sehr beliebt. Sie waren – wie auch nach dem zweiten Weltkrieg – ein Zeichen von Wohlstand und Reichtum. Fließend ging dann in denn 60er bzw. 70er Jahren das Schönheitsideal in die magere Richtung. Während Merilyn Monroe noch Konfektionsgröße 42 trug, stolzierte das Topmodel Twiggy als knaben- und elfenhaftes Wesen über die Laufstege der Designer. Dieses Ideal hielt sich sehr lange, die Fettabsaugung stand neben der Brustvergrößerung hoch im Kurs. Inzwischen haben sich die Ideale etwas angeglichen.