Nahrungsergänzungsmittel Vitamine & Mineralstoffe

Was genau ein Nahrungsergänzungsmittel ist, regelt das EU-Recht, welches die zulässigen Vitamine und Mineralien vorgibt. Nahrungsergänzungsmittel ergänzen die allgemeine Ernährung oder sind Konzentrate aus Lebensmitteln zur Unterstützung des Stoffwechsels – wobei sie im Bereich zwischen Arzneimitteln und Lebensmitteln anzusiedeln sind.
Nahrungsergänzungsmittel Vitamine & Mineralstoffe

Wer funktioniert schon perfekt? – Nahrungsergänzungsmittel

Grundsätzlich sollten wir alle lebenswichtigen Stoffe über eine gesunde Ernährung aufnehmen – soweit das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Eine vollwertige und gesunde Ernährung ist allerdings nicht immer möglich. Auch mag nicht jeder alles essen und manchmal fehlt zudem einfach die Zeit für einen Einkauf auf dem Markt oder die frische Zubereitung der Mahlzeiten. Und – nicht jeder Stoffwechsel funktioniert perfekt. Genetische Anlagen und Erkrankungen führen schnell zu Störungen im Vitamin– und Mineralienhaushalt, die ausgeglichen werden müssen. Auch physisch besonders beanspruchende Sportarten, wie das Bodybuilding, benötigen oft spezielle Nahrungsergänzungen.
Aus Nahrung wird Energie gewonnen. Die Leber produziert aus unserer Nahrung wesentliche Vitamine, Enzyme und Mineralstoffe, die im menschlichen Stoffwechsel notwendig sind. Kommt es zum Beispiel zu einem Vitamin B12-Defizit, können kognitive Beeinträchtigungen (Konzentrationsschwierigkeiten) auftreten. Nicht immer ist dabei der Griff zum verschreibungspflichtigen Arzneimittel tatsächlich notwendig – allerdings ist es nicht einfach, die individuellen Stoffwechselstörungen zu identifizieren.

Mehr Schaden als Nutzen? – Vitamine & Mineralstoffe

Vitamine und Mineralstoffe werden grundsätzlich bereits über die Nahrung zugeführt, wodurch eine weitere Ergänzung dieser Stoffe zu einer Überdosierung im Körper oder auch zu Wechselwirkungen mit Medikamenten führen kann. Laut der renommierten Harvard School of Public Health ist die tägliche Einnahme eines Multivitaminpräparates empfehlenswert. Vitamin- und Mineralstoff-Präparate werden zudem häufig um Phytonutritients ergänzt, sodass sie den Gemüsen und Früchten ähnlicher sind und effizienter im Körper verarbeitet werden können.

“Superfoods”

Wer nicht gezielt auf Defizite des individuellen Stoffwechsels eingehen kann oder möchte, kann auch die Superfoods in einen Ernährungsplan mit aufnehmen. Wissenschaftlich nicht bewiesen, so werden als Superfoods Lebensmittel bezeichnet, die einen besonders hohen Nährwert oder viele phytochemische Inhaltsstoffe aufweisen. Zu den Superfoods zählen Früchte wie Erdbeeren, Heidelbeeren und Schokolade mit hohem Kakaoanteil (Bitterschokolade). Zitronen, das indische Gewürz Kurkuma sowie Cashewnüsse, Zimt, Knoblauch und Lycopin, das vor allem in roten Paprikaschoten und Tomaten zu finden ist, sind alle zusammen kleine Helfer mit großer Wirkung.
Mehr Schaden als Nutzen? – Vitamine & Mineralstoffe
Eine besondere Proteinquelle ist das Molkenprotein (Englisch Whey Protein). Das Nebenprodukt der Käseverarbeitung hat in vorläufigen Studien mit Nagetieren eine entzündungshemmende und krebsvorbeugende Wirkung gezeigt und wird grundsätzlich auch bei bestehender Milchallergie vertragen. Eine Überdosierung ist auch hier nicht möglich.