Muttermilch abpumpen – So geht es!

Nicht immer ist es möglich, das Kind selbst zu stillen. Gerade kurz nach der Geburt kann es durchaus zu Schwierigkeiten kommen, wenn das Kind beispielsweise nicht richtig saugt.
Vielleicht benötigen Sie aber im Laufe der ersten Monate auch einmal etwas Erholung und möchten die Betreuung Ihres Babys beispielsweise dessen Vater übergeben? In solchen Fällen sollte dann die Milchpumpe zum Einsatz kommen. Deren Verwendung ist sowohl der Gesundheit des Kindes als auch der Mutter sehr förderlich.
Muttermilch abpumpen – So geht es!

Wie viel und wann?

Gründe für das Abpumpen von Muttermilch gibt es einige. Es ist beispielsweise dann empfehlenswert, wenn Sie unter einer Entzündung der Brust leiden. Aber auch, wenn Ihr Kind zwischenzeitlich von jemand anderem betreut wird, ist es vorteilhaft. So kann Sie auch der Kindesvater entlasten. Pumpen Sie die Muttermilch am besten frühmorgens ab, wenn Ihr Kind noch schläft. Die Brust ist dann besonders voll. Insgesamt müssen Sie für das Abpumpen zehn bis fünfzehn Minuten pro Seite einplanen.
Die Milchbildung regen Sie an, wenn Sie zuvor einen warmen Waschlappen auf die Brust legen und ein Bild Ihres Kindes betrachten. Mütter von Frühgeborenen sollten neben dem Brutkasten sitzen, wenn sie Milch abpumpen. Aber auch für Sie als Schwangere hat das Stillen einige Vorteile.
Hat Ihr Kind die Milch nicht aufgetrunken, muss sie leider weggegossen werden, da sich sonst Bakterien bilden, die der Gesundheit Ihres Kindes Schaden zufügen.

Einfrieren der Muttermilch

Nachdem die Milchpumpe zum Einsatz gekommen ist, haben Sie verschiedene Möglichkeiten, die Muttermilch haltbar zu machen. Dazu müssen Sie diese entweder mithilfe eines Trichters

  • in eine Babyflasche oder
  • in einen Kunststoffbeutel

umfüllen. Beide sollten allerdings steril sein, genau wie die Milchpumpe. Eine manuelle oder den Aufsatz der elektrischen Pumpe müssen Sie nach der Nutzung mit einem Vaporisator desinfizieren, genau wie die leeren Flaschen, Verschlüsse und Sauger. Den verwendeten Kunststoffbeutel geben Sie in den Müll.
Die Haltbarkeit der Muttermilch beträgt

  • bei Zimmertemperatur maximal eine Stunde,
  • im Kühlschrank bis zu 48 Stunden,
  • im Gefrierfach oder Tiefkühlschrank bis zu drei Monate.

Erwärmen Sie die eingefrorene Milch, indem Sie den Beutel oder die Flasche in heißes Wasser stellen.Keinesfalls gehören diese Behältnisse in die Mikrowelle. Sobald die Milch aufgetaut ist und die gewünschte Temperatur erreicht hat (Test auf dem Handgelenk nicht vergessen), kann sie zur Fütterung des Kindes verwendet werden.