Kryokonservierung Eizellen einfrieren

Immer wieder lesen wir von Frauen – im speziellen von Prominenten – dass sie spät Mutter werden. Zuletzt Gianna Nannini mit 54 Jahren. Das lässt den Eindruck entstehen, dass es ganz leicht ist, auch noch später Kinder zu bekommen.

Kryokonservierung  Eizellen einfrieren

Wir wissen alle nicht, ob diese “späten Mütter” ihre Kinder auf normalem Weg gezeugt haben oder ob da die Technik etwas nachgeholfen hat. Machbar ist heute fast alles.

Kryokonservierung – Schockfrosten von Eizellen

Befruchtete Eizellen kann man schon seit den 80er Jahren einfrieren. Mit unbefruchteten Eizellen ist dies erst seit etwa 6 Jahren möglich. Das Verfahren nennt sich Kryokonservierung. Die “Bewegung” kommt aus den englischsprachigen Ländern, wo auch von “Social freezing” gesprochen wird. Social freezing deshalb weil viele Frauen ganz bewusst in frühen Jahren ihre Eizellen einfrieren lassen wollen, um später Mutter zu werden. Fruchtbarkeitskliniken werben deshalb mit dem Slogan: “Entscheide, wann Du Mutter werden willst”.

Wie funktioniert das mit der Kryokonservierung

Frauen müssen vorher hormonell stimuliert werden, damit ihr Körper möglichst viele Eizellen produziert, denn normalerweise produzieren die Eierstöcke jeden Monat immer nur eine Eizelle. Die durch die Hormonbehandlung entstandenen Eizellen werden dann unter einer Narkose entnommen und tief gefroren. Eizellen, die so gewonnen werden, können Jahrzehntelang konserviert werden, ohne geschädigt zu sein. Wenn eine Frau sich zum Beispiel erst mit 40 entschließt Mutter zu werden, entsprechen die Eizellen von der Qualität her dem Alter, welches sie hatte, als die Eizellen entnommen wurden.

Ist der Zeitpunkt gekommen, zu dem die Frau schwanger werden möchte, werden die Eizellen aufgetaut und im Reagenzglas mit den Spermien des Partners befruchtet, danach eingesetzt.

Was kostet eine Kryokonservierung

Zum aktuellen Zeitpunkt müssen mit 2000 Euro für die Hormonbehandlung und das Einfrieren der Eizellen gerechnet werden. Es kommen pro Jahr noch etwa 300 Euro dazu für die Lagerung.  Die Krankenkassen übernehmen grundsätzlich keine Kosten hierfür.

Allgemeines zu den Eizellen

Eizellen sind bei den Mädchen schon von Geburt an angelegt. Das heißt, sie “altern” von Jahr zu Jahr. Eine 30 Jährige hat monatlich etwa 20 Prozent Chancen, ein Kind zu empfangen. Mit 40 Jahren sinkt die Chance auf fünf Prozent.