HIV Schwangerschaft: Übertragungsrisiko und Vorsichtsmaßnahmen

In Deutschland werden im weltweiten Vergleich sehr wenige Kinder geboren, deren Mütter mit HIV infiziert sind. Trotzdem ist es wichtig darauf aufmerksam zu machen, welche Risiken sich bei einer HIV Schwangerschaft ergeben können.
HIV Schwangerschaft: Übertragungsrisiko und Vorsichtsmaßnahmen
Zunächst einmal: Für ein Baby ist die Möglichkeit der Ansteckung sowohl während der Schwangerschaft, wie auch während der Stillzeit gegeben. Das heißt aber nicht, dass infizierte Frauen den Wunsch nach einem eigenen Kind aufgeben sollten.
Das Risiko einer Infektion kann zwar nie vollständig beseitigt werden, allerdings gibt es eine Vielzahl von Maßnahmen, die dieses minimieren können.

Wahrscheinlichkeit der Übertragung

Obwohl bekannt ist, dass eine Übertragung möglich ist, kann nicht mit absoluter Sicherheit gesagt werden, wie diese erfolgt.
Experten vermuten zum Beispiel eine mögliche Infektion über die Plazenta oder über den Kontakt mit dem Blut der Mutter bei einer vaginalen Entbindung.
Zu den Fakten für das Gesundheit srisiko: In der Gebärmutter liegt das Ansteckungsrisiko bei einer HIV Schwangerschaft für das Kind bei 7%. Vor und während der Geburt erhöht es sich auf 18%. Beim Stillen mit Muttermilch kommt es in 15% der Fälle zu einer Infektion.
Bei Einhaltung der folgenden Schritte kann das Infektionsrisiko auf 1-2% gesenkt werden.

Vorsichtsmaßnahmen während und nach der Schwangerschaft

Wer nicht auf eine Schwangerschaft verzichten möchte, der kann einige Maßnahmen treffen, um das Risiko für eine Ansteckung zu minimieren. Entscheidend ist vor allem eine zuverlässige Schwangerschaftsvorsorge.
Damit stellt man unter anderem sicher, dass Komplikationen wie vorzeitige Wehen ausbleiben, die die Gefahr einer Ansteckung vergrößern würden.
Während eine HIV Schwangerschaft wird zusätzlich eine sogenannte antiretrovirale Therapie angewandt, das heißt eine Kombination aus unterschiedlichen Medikamenten. Dabei sollte man beachten, dass diese mit einigen Nebenwirkungen einhergehen.
Die Geburt selbst sollte per Kaiserschnitt erfolgen und auf das Stillen mit Muttermilch gänzlich verzichtet werden.
Fazit: Das Risiko für das Baby ist bei einer HIV Schwangerschaft nicht zur Gänze kalkulierbar und die werdende Mutter hat eine schwere Schwangerschaft vor sich. Doch wer alle nur erdenklichen Vorsichtsmaßnahmen trifft, wird höchstwahrscheinlich mit der Geburt eines gesunden Kindes belohnt und kann sich den Traum vom Muttersein erfüllen.