Hepatitis C: warum antivirale Mittel nicht immer helfen

doccheck hat es mitgeteilt (Autor Vlad Georgescu): Antivirale Mittel wie Interferon helfen nur unter bestimmten Voraussetzungen. Wie das zu erklären ist, hat man jetzt herausgefunden – Erkenntnis als der erste Schritt zu veränderten Therapien.
Hepatitis C: warum antivirale Mittel nicht immer helfen

Warum antivirale Mittel nicht immer helfen

Wie es DocCheck in der flapsigen Überschrift ausdrückt: „Faule Gene heilen besser“. Anders gesagt: Wenn die Zielgene für das Interferon bereits selber aktiv sind, nützt das antivirale Mittel praktisch nichts. Arbeitet das Immunsystem des Kranken (das körpereigene Interferonsystem) bereits, kann man es praktisch nicht mehr mit Interferon unterstützen.
Was schon vorher bekannt war und damit jetzt seine Erklärung findet: Nur etwa die Hälfte der Hepatitis-C-Patienten kann mit Interferon geheilt werden.
Vor allem aber kann das Forschungsergebnis diagnostisch genutzt werden: Stellt man per Leberbiopsie fest, dass das Immunsystem des Patienten selber sehr aktiv ist, kann man die Erfolgschancen des Einsatzes von Interferon als gering einschätzen.
Alternativen müssen allerdings erst entwickelt werden.