Energiesparlampen – Gesundheitsrisiko?

Erst kam die Meldung: Lichtexperte sieht deutliche Risiken für die Gesundheit (am 25.8.) – und dann, einen Tag später heißt es „Bundesamt: Energiesparlampen sind unbedenklich“. Da kann man sich doch nur noch an den Kopf fassen – und das, nachdem die politische Entscheidung längst gefallen ist! Dem BfS = Bundesamt für Strahlenschutz mehr zu vertrauen fällt allerdings schwer. Ich gebe von beiden Meldungen ein paar Sätze wieder:
Energiesparlampen – Gesundheitsrisiko?

Energiesparlampen als Gesundheitsrisiko

Der Mediziner und Licht-Experte Alexander Wunsch warnt in einem Interview mit der «Neuen Osnabrücker Zeitung» vor «erheblichen Gesundheitsrisiken» der Energiesparlampen. Grund sei die spezielle Strahlung.
Er fordert die Europäische Union auf, das aktuelle Verbot wieder zurückzunehmen. «Die Glühlampe ist die natürlichste Kunstlichtquelle, die uns derzeit zur Verfügung steht», teilte der Mediziner mit. Die Sparlampe dagegen sei nicht gerade ungefährlich, weil die Lampe zu einer fehlgesteuerten hormonellen Anpassung mit weitreichenden Folgen führen könne, so der Mediziner weiter.
«Bei falschem Umgang kann das Auftreten fast aller zivilisatorischen Erkrankungen wie Herz-Kreislauf Erkrankungen, Diabetes, Osteoporose und Störungen des Immunsystems begünstigt werden», betont der Mediziner weiter in dem Interview. Auch könne das entsprechende Licht das Risiko für Brustkrebs und Prostatakarzinom erhöhen, so der Arzt zum Abschluss.
Nach dem Willen der Europäischen Union sollen bis zum Jahre 2012 energiefressende Glühbirnen vom Markt verschwunden sein.
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) aber wiegelt ab: Der Einsatz von Kompaktleuchtstofflampen „ist unter Strahlenschutzaspekten nicht bedenklich“, teilt die Bundesbehörde auf ihrer Internetseite mit. Die von den Lampen abgegebene optische Strahlung sowie die elektrischen und magnetischen Felder halten die internationalen Grenzwertempfehlungen ein.
„Hinsichtlich mehrerer für den Strahlenschutz wichtiger Charakteristika unterscheiden sich Glühlampen und Kompaktleuchtstofflampen nur graduell“, schreibt das BfS. „Beim direkten Blick in eine Lichtquelle kann das Auge durch den Blaulichtanteil einer Glühlampe sogar deutlich stärker gefährdet werden als durch die entsprechende Emission einer Kompaktleuchtstofflampe.“ Außerdem sei die Technologie von Kompaktleuchtstofflampen sehr ähnlich zu den üblichen Leuchtstoffröhren, die bereits seit langem am Markt sind. Was für ein Argument!
Wussten Sie das? Energiesparlampen enthalten geringe Mengen an Quecksilber. Wenn die Lampe zerbricht, ist also höchste Vorsicht geboten: Beim Einsammeln der Bruchstücke einer zerbrochenen Energiesparlampe sollten Handschuhe getragen werden, außerdem sollte das Zimmer anschließend gut durchgelüftet werden.