Anti-Aging-Forschung: Warum Zellen altern

In Zusammenarbeit mit der National Hellenic Research Foundation hat das griechische Kosmetikunternehmen Korres den Prozess der Hautalterung genauer unter die Lupe genommen. Die Wissenschaftler suchten dabei auch nach einem natürlichen Wirkstoff, der dem Alterungsprozess der Zellen entgegen wirken.
Anti-Aging-Forschung: Warum Zellen altern

Wie altern Hautzellen?

Die Studie zum Alterungsprozess von Zellen basiert auf der Entdeckung des sogenannten Ubiquitin-Proteasom-Systems im Jahr 2004, die mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Das Proteasom ist ein Proteinkomplex und spielt eine wichtige Rolle bei der Hautalterung, denn es kann fehlerhafte Proteine abbauen und Aminosäuren erneuern. Diese Prozesse sind wesentlich daran beteiligt, junge Zellen zu schützen und die Hautalterung aufzuhalten.
Wenn wir älter werden, sinkt jedoch die Aktivität des Proteasoms um etwa die Hälfte. Dadurch sammeln sich beschädigte Zellen an, es werden weniger gesunde Proteine gebildet und junge Zellen altern schneller. Sichtbare Zeichen dieser Alterungsprozesse sind zum Beispiel Falten.
Die Wissenschaftler wollten deshalb einen Stoff finden, der die Aktivität des Proteasoms wieder anregen und somit der Hautalterung entgegen wirken kann: In einer fünfjährigen Studie testeten sie mehr als 50 verschiedene natürliche Antioxidantien an kultivierten Bindegewebszellen.
Als besonders wirksam erwies sich dabei das Flavonoid Quercetin, ein Polyphenol aus der Eiche. Wie andere Flavonoide auch wirkt Quercetin entzündungshemmend und antioxidativ und schützt Zellen vor freien Radikalen. Außerdem kann Quercetin den Wissenschaftlern zufolge die Aktivität des Proteasoms und die Regeneration der Zellen anregen.
Auf der Grundlage dieser Studie entwickelte Korres die Pflegeserie „Quercetin & Oak“, die unter anderem Quercetin enthält und die Hautalterung verlangsamen soll. Sie ist laut Hersteller die erste natürliche Anti-Aging-Pflege, die in Tests besser abschneidet als konventionelle Produkte.