Psychoneuroimmunologie

Die Psychoneuroimmunologie umfasst die Bereiche Psyche, zentrales Nervensystem und Immunsystem des menschlichen Organismus. Dieses Gebiet der medizinischen Wissenschaft gründet auf die Erkenntnisse des US-amerikanischen Psychologen Robert Ader. Er konnte bereits Anfang der 1970er Jahre nachweisen, dass es zwischen Immunsystem und zentralem Nervensystem eine Wechselwirkung gibt, und dass auch die Ernährung einen entscheidenden Einfluss auf diese Vorgänge im menschlichen Körper hat.
Psychoneuroimmunologie

Neue Perspektiven für die Gesundheit dank genauer Ursachenforschung

Die Psychoneuroimmunologie, kurz PNI, vereint verschiedene Fachrichtungen und weist bedeutendeErkenntnisse für die menschliche Gesundheit und die Prävention von Erkrankungen auf. Neben psychosozialen Aspekten sowie dem Nerven- und Immunsystem spielen auch hormonelle Einflüsse eine Rolle. Basis dieses Forschungsgebietes ist die Wechselwirkung zwischen den einzelnen Bereichen – und wie äußere Einflüsse Erkrankungen auslösen oder Heilungsprozesse verlängern.
Warum es zu Erkrankungen kommt, hängt auch von den individuellen Lebensumständen ab. Grundlegend gilt, dass sich Stress negativ auf die Psyche und auf das körperliche Wohlbefinden auswirkt – die Auslöser können letztendlich ganz unterschiedlicher Natur sein.

Stress als Auslöser vieler Beschwerden – Erkennung und Bekämpfung von Stress

Leidet der menschliche Körper unter übermäßigem Stress, so kann dies zu unterschiedlichen Symptomen führen. Der Organismus reagiert beispielsweise damit, vermehrt das Stresshormon Cortisol auszuschütten. Dies bewirkt, dass bestimmte Körperabwehrzellen des Immunsystems geschwächt werden und Abwehrzellen, die gegen Krebs, Viren oder Entzündungen wirken, bei länger andauerndem oder besonders großem Stress ihre natürliche Wirkung verlieren. Ein Teufelskreis beginnt – je größer der Stress und seine negativen Auswirkungen auf Körper und Psyche sind, umso weniger funktioniert die Immunabwehr, und die Anfälligkeit für verschiedene Erkrankungen steigt.

Der menschliche Stoffwechsel – komplex und störanfällig

Stoffwechselfunktionen sind besonders anfällig auf Stresssituationen. Der Körper reagiert mit Verdauungsstörungen, Schmerzen, Schlafproblemen oder Konzentrationsschwäche.
 
Die Ursachen vieler gesundheitlicher Probleme sind für den Laien nicht ersichtlich – so wirken sich entzündliche Prozesse im Körper, beispielsweise ein Entzündungsherd im Kiefer, auf das gesamte körperliche Wohlbefinden aus – unter anderem können Herzprobleme die Folgen sein. Aufgrund einer Nichtbehandlung von Entzündungen können diese chronisch werden. Vorbeugende Maßnahmen und effektive Therapien setzen da an, wo das individuelle Krankheitsbild erkannt ist. Dann können entsprechende Therapieansätze eingeleitet werden, die den Betroffenen dauerhaft helfen.
Therapieansätze eingeleitet werden
Dazu gehört eine ausgewogene, gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung. Auch eine Entgiftungsmaßnahme kann sehr wirksam sein, insbesondere, um eine Übersäuerung im Körper auszumerzen. Eine Therapie bringt insbesondere dann Erfolg, wenn die Ursachen von Beschwerden bekannt sind und unter ganzheitlichen Gesichtspunkten ausgeführt wird.