Magenbeschwerden vorbeugen

So können Sie Magenbeschwerden vorbeugen

Man sollte auf stark reizende Speisen und Getränke wie zum Beispiel Kaffee, starken schwarzen Tee, Knoblauch, Zwiebeln, scharfe Gewürze, Zucker, erhitzte Fette und alles, was extrem süß, sauer, heiß, kalt oder scharf ist, verzichten. Weiterhin sollten Sie weniger Alkohol zu sich nehmen. Geben Sie das Rauchen auf.

Magenbeschwerden vorbeugen

So können Sie sich selbst heilen:

Heilerde
Mit Heilerde kann man einen gereizten Magen beruhigen. Sie bindet Giftstoffe und überschüssige Säure im Körper. Weiterhin unterstützt sie den Aufbau einer gesunden Darmflora. Man kann Heilerde längerfristig verwenden. Beim Kauf müssen Sie darauf achten, dass die Erde für die innerliche Anwendung geeignet ist. Geben Sie täglich ein- bis dreimal einen Teelöffel der Heilerde in etwas lauwarmes Wasser oder heißen Kamillentee. Danach sollten Sie die Heilerdemischung in kleinen Schlucken zu sich nehmen.

Leinsamen
Leinsamen enthalten viele schützende Schleimstoffe. Man sollte zwei Teelöffel Leinsamen über Nacht einen Liter Wasser einrühren. Am nächsten Morgen kann man sie abseien. Trinken Sie jeweils ein Glas dieser Flüssigkeit auf nüchternen Magen und vor den Mahlzeiten.

Haferflocken
Ist ein Magen akut gereizt bringt das ausgiebige Kauen von einem Esslöffel Haferflocken sanft und schnell Beruhigung.

Johanniskrauttinktur
Zerreiben Sie 20 g frische oder getrocknete Johanniskrautblätter in einem Mörser, und lassen Sie diese 10 Tage lang in 100 ml eines 70-prozentigem Alkohols ziehen. Diese Flüssigkeit müssen Sie danach absieben und in ein dunkles Fläschchen mit Tropfenzählaufsatz umfüllen. Man sollte diese Tropfen mindestens zwei bis maximal vier Wochen lang jeweils vor den Mahlzeiten acht bis zehn Tropfen zu sich nehmen.

Heublumensack
Besonders bei Magenschmerzen und Koliken wirkt diese Anwendung. Einen Heublumensack kann man entweder in der Apotheke kaufen oder aber auch selbst herstellen. Füllen Sie Heublumen bis zu einer Dichte von acht Zentimetern in ein Säckchen aus Leinen. Diesen Sack danach zunähen und in einen Topf legen. Mit kochendem Wasser übergossen sollte man das Säckchen 45 Minuten zugedeckt ziehen lassen.

Danach wird es zwischen zwei Holzbrettern ausgedrückt. Wickeln Sie ein Tuch um den Sack und legen Sie ihn auf die schmerzende Stelle. Man sollte das Säckchen so lange dort liegen lassen, bis er vollständig ausgekühlt ist.

Fencheltee
Fencheltee schmeckt sehr mild und eignet sich deshalb besonders gut zur Behandlung von Kindern. Bei Blähungen und Bauchschmerzen können gelindert werden. Fencheltee kann ohne Bedenken über einen längeren Zeitraum getrunken werden. Übergießen Sie einen Teelöffel Fenchelsamen oder einen Brühbeutel mit 1/4 Liter kochendem Wasser. Der Tee sollte fünf Minuten ziehen. Trinken Sie zwei bis drei Tassen täglich jeweils nach den Mahlzeiten.

Kamillentee
Kamillentee wirkt blähungs- und krampflösend. Übergießen Sie zwei Teelöffel Kamillenblüten oder einen Brühbeutel mit einer Tasse nicht mehr kochendem Wasser. Danach lassen Sie den Tee 10 Minuten zugedeckt ziehen. Danach abseihen. Trinken Sie vier Tassen täglich warm und ungesüßt: Eine Tasse auf nüchternen Magen nach dem Aufstehen, zwei Tassen zwischen den Mahlzeiten und die letzte Tasse kurz vor dem Schlafengehen. Vorsicht: Kamille sollte nicht überdosiert werden! Sie ist ein überaus wirkungsvolles Mittel bei Magen- und Darmreizungen. Wenn man den Tee jedoch langfristig einnimmt, lässt allerdings die Wirkung nach. Ein Überdosierung kann zu einem Aufquellen der Schleimhäute führen.

Melissentee
Melissentee besitzt eine beruhigende, leicht blähungs- und krampflösende Wirkung. Sie eignet sich besonders gut bei nervösen Magenleiden: Überbrühen Sie zwei Teelöffel Melissenblätter mit einer Tasse kochendem Wasser. Nachdem sie zehn Minuten gezogen haben, abseihen. Man sollte mehrmals täglich eine Tasse in kleinen Schlucken trinken.

Wichtig: Stress abbauen!!
Die negative Wirkung von Stress auf das vegetative Nervensystem kann das Zusammenspiel der Verdauungsorgane aus dem Gleichgewicht bringen und Beschwerden im Magenbereich verursachen. Manchmal hilft schon ein paar mal gut durchzuatmen. Atmen Sie eine Sekunde lang ein, doppelt so lang aus. Dann machen Sie drei Sekunden lang nach dem Ausatmen Pause, bevor es wieder von vorn losgeht. Ebenfalls zu empfehlen ist regelmäßiger Sport, er ist gut für Körper, Geist und Seele. Auch Entspannungstechniken wie autogenes Training oder Yoga helfen den Stress vorzubeugen.

Ernähren Sie sich richtig

Vor allem bei einem gereizten Magen spielt die richtige Ernährung eine entscheidende Rolle. Viele Stoffwechselvorgänge erzeugen pausenlos basische und saure „Abfallprodukte”. Das Säure-Base-Gleichgewicht kann sich schnell verschieben. Es entstehen nämlich naturgemäß mehr Säuen als Basen bei diesen Vorgängen. Eine Übersäuerung entsteht beispielsweise durch Extremsport, Fasten, Stress, übermäßigen Nikotingenuss und einseitig übersäuerte Ernährung. Zu viele dieser Säuren belasten die Magenschleimhaut, sie führen zu einem Reizmagen. Die Nahrungsmittel Kaffee, Karamell, Fett, Eiweiß und vor allem Zucker werden als „säurelockend” bezeichnet, denn bei ihrer Verdauung entstehen Säuren. Dagegen sind die Nahrungsmittel Native Pflanzenöle, fettarme Milch, Kräutertee, stilles Mineralwasser, Kartoffeln, Reis und Nudeln nicht sauer und können daher zur Säureregulation eingesetzt werden. Durch eine Umstellung der Ernährung auf diese Lebensmittel und die Einschränkung des Verzehrs von säureerzeugenden Lebensmitteln wie Kaffee, Zucker und Fleisch kann man den Säure-Basen-Haushalt positiv regulieren.

Tipps:

Man sollte eine fettarme, aber ballaststoffreiche Kost, (also Vollkornreis, Getreideprodukte, frisches Gemüse, Salat, Obst und Vollkornbrot) zu sich nehmen.
Man sollte ganz auf Fast Food verzichten und sich Zeit zum Essen lassen. Daher sollte man jeden Bissen gut kauen. Da die Nahrung schon im Mund vorverdaut wird, kann man den Magen und Darm durch langes kauen entlastet. Regelmäßige Nahrungsaufnahmen sind zudem magenfreundlich.
Man sollte die Portionen lieber klein halten. Dafür kann man jedoch öfter über den Tag verteilt essen. Achten Sie beim Essen auf die Sättigungsgrenze. Gerade am Abend sollte auf üppiges Essen verzichtet werden. Mindestens drei Stunden vor dem Zubettgehen sollten Sie nichts mehr zu sich nehmen.
Ausreichendes Trinken ist sehr wichtig, mindestens 2 Liter Wasser pro Tag sind ideal.